"Ein Leben ohne die SGE ist nicht vorstellbar!"

"Ein Leben ohne die SGE ist nicht vorstellbar!"

Club100 Ü32-Herren ... 11.04.2021

Interview mit Benni Nöldner

Es wurde auch mal Zeit. Das haben wir uns selbst gesagt - das Interview der Woche mit Benjamin Nöldner. Er ist nicht nur Spieler, Trainer und seit unfassbaren 38 Jahren Mitglied in unserem Verein - Nein, er ist vieles mehr, packt überall mit an, stellt sich hinter den Grill und ist immer für jeden da. Was er noch so alles im Verein macht, ob es überhaupt auch ohne die SG Eintracht geht, die ein odere andere Anekdote und vieles mehr, erzählt uns Benni im heutigen Interview.

Moin Benni, viele unserer Vereinslegenden haben kuriose Spitznamen, wie z.B. Reisser, Kutsche, Schnecke, Putzer, Höcker... Warum hast du eigentlich keinen ähnlich kuriosen? Oder kennen wir den Spitznamen nur nicht?

Mein Spitzname liegt ja dem Namen geschuldet sehr nahe und hat sich auch etabliert. Es gibt da noch einen anderen, der aber eher ein Insider ist und nur selten und nur von wenigen genutzt wird bzw. wurde. In einem ALF-Hörspiel, Folge 6 müsste es gewesen sein (Anm. d. Red.: "Der Sprung in die Tiefe"), trat ein gewisser Wilder Honeheim als, wie es der Name schon sagt, wilder und alles gewinnen wollender Footballstar auf, der gerne Partys feiert und kein Event auslässt, um Spaß zu haben. Er feiert eben auf seine eigene crazy Art seine größten Erfolge. Da ich als Teenager ähnlich drauf war, sportlich sowie beim Feiern, entstand der Spitzname "der Wilde" auf einer Vereinsfahrt der Junggesellen Lagershausen.

Gut zu wissen! 😄 Wilder, du engagierst dich im Verein an vielen Stellen, bist Trainer der Damenmannschaft (zusammen mit Niklas Beisse) und spielst selber in der Ü32. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?

Benni zählt selber nachdenkend und grinsend auf: Damenmannschaft, Ü32, Club 100 mit der dazugehörigen Sponsorenbetreuung und sonstige Arbeiten, die rund um den Sportverein anfallen. Ja, ich muss sagen, dass ich mich manchmal selbst wundere, wie man das alles, vor dem Hintergrund meiner sehr fordernden Arbeitsstelle, unter einen Hut bekommt. Ich denke es liegt vor allem an der Organisation, wie und wann habe ich feste Termine und welche kann ich mir so legen, dass es für mich zeitlich passt. Training und Spiele sind fix und Sponsorentermine lege ich entweder aufs Wochenende, die Frühschichtwoche oder wenn es telefonisch zu erledigen ist vor die Spätschicht. Hinzu kommt natürlich der Ansporn, den Verein weiter zu entwickeln und unser hervorragendes Team, das einem die Arbeit sehr leicht macht und sich bei Treffen konstruktiv austauscht. Nicht zuletzt braucht man auch einen Partner, der die ganze Sache unterstützt. Ich sage immer: Wir sind keine Angestellten der SGE, wir sind die SGE! Jeder einzelne im Verein entscheidet, wie es hier weitergeht und was er für die Gemeinschaft einbringen kann, in welcher Form auch immer.

Seit Sommer letzten Jahres unterstützt du Niklas bei der Damenmannschaft als Trainer. Bist du mit der Entwicklung zufrieden? Oder lässt sich das aufgrund des Saisonabbruchs und nur drei gespielter Pflichtspiele schwer beurteilen?

Es ist natürlich schwierig nach so wenig Spielen ein Fazit zu ziehen, was die Entwicklung der Mannschaft betrifft. Da wir eine gute Vorbereitung hatten und auch einige Testspiele, kann man sich intern aber schon ein gutes Bild machen. Wir haben in der Vorbereitung bewusst nur gegen Mannschaften gespielt, die in einer höheren Liga beheimatet sind. Jede Partie hatte seine Höhen und Tiefen, wobei ich als Tiefen lediglich die Ergebnisse nennen kann. Wir haben uns gegen alle Gegner mindestens eine Halbzeit auf Augenhöhe bewegt. Gemäß der Klasse war es uns dann nicht möglich, ab einer gewissen Spieldauer, in der Qualität weiterzuperformen. Sicher gibt es die eine oder andere Spielerin, die in der kurzen Zeit unserer Zusammenarbeit einen sichtbar großen Schritt nach vorne gemacht hat. Stellvertretend würde ich jetzt mal Frauke nennen, die nicht nur in den Trainingseinheiten alles in Grund und Boden geschossen hat. Natürlich puscht die Mannschaft auch, dass jemand neues an der Linie steht und es andere Ansprachen gibt. Niklas hat nach den vergangenen Jahren auch nochmal merklich neue Motivation geschöpft und am langen Ende muss man sagen, dass es für alle eine Win-win-Situation war... auch, wenn sich Einige noch an den manchmal etwas raueren Fußballerton gewöhnen müssen. 😉 Wir alle haben doch ein Ziel: Weiterentwickeln, Spiele gewinnen und Spaß haben!

SGE-Spiele mit dir, ob als Spieler, Trainer oder mitfiebernder Zuschauer, haben eigentlich Tradition. Ist ein Leben ohne die SG Eintracht für dich überhaupt vorstellbar? Und was bedeutet dir der Verein?

Nein ein Leben ohne die SGE ist nicht vorstellbar. Ich bin seit 38 Jahren Mitglied in diesem Verein und lebe ihn bis mein Herz seinen letzten Schlag und meine Lungen ihren letzten Atemzug genommen haben. Meine Großeltern, Opa und Oma Tröster, haben diesen Verein entscheidend geprägt und unserer Familie die SGE-DNA vererbt. Im Prinzip leben wir die SGE mittlerweile in der 3. Generation. Ernst und Irene Tröster, Familie Rolf Tröster und Familie Klaus Nöldner sind meine Vorbilder, meine Motivation für diesen Verein alles zu geben. Wir schaffen hier mit unserer Arbeit einen sozialen Anlaufpunkt in der Zeit, in der diese nach und nach abgeschafft werden. Die SGE bedeutet für mich schlicht und einfach Familie.

Du bist hauptverantwortlich für das Sponsoring im Verein. Was gibt es darüber zu berichten?

Ich denke Marcel Corde und ich sind was die Verantwortung betrifft mehr als auf Augenhöhe - das erstmal vorweg. Ich habe das Ganze vor Jahren mal übernommen und bekam damals eine Förderkreis-Kasse, die in den Miesen war. Keine gute Ausgangslage. Ich habe mir damals gesagt, dass es ja nur besser werden kann. Ich durfte dann mit unseren Sponsoren richtig feine und ehrliche Menschen kennenlernen, die ich für unser Vorhaben begeistern konnte und denen ich bis heute sehr dankbar bin, dass sie immer ein offenes Ohr für uns haben. Später kam dann Marcel dazu und wir haben mit seinen eingebrachten Ideen und in einigen Gesprächen alles so auf den Weg gebracht, wie es sich heute darstellt. Wir sind sehr dankbar für die vielen Unterstützer, die sich für unsere Idee begeistern können und diesen Weg weiter mit uns gehen möchten! Natürlich war es erstmal schwierig das Niveau an Sponsoren zu halten - das war erstmal unser Ziel. Mittlerweile können wir konstant arbeiten und das heißt für uns, den nächsten Schritt zu machen, der da heißt: Weiterentwickeln und in kleinen Etappen wachsen. Ich verrate glaube ich nicht zu viel, wenn ich sage, dass wir demnächst das ganze Sponsoring des Vereins übernehmen möchten und nicht nur den Förderkreis und die Club-100-Tafel, die rein für die Fußballabteilung ins Leben gerufen wurde. Wir haben spannende Projekte am Start, über die ich momentan noch nicht reden kann und die natürlich auch mit Ausgaben verbunden sind. Hierfür müssen wir noch sehr hart arbeiten, um dann zu entscheiden, was für den Verein Sinn macht. Mit "arbeiten" meine ich neue Sponsoren generieren und sie für unsere Vorhaben zu gewinnen. Hierfür wird sich unser Team demnächst neu aufstellen. Es werden zwei neue Personen dazu geholt. Erfolgreiche Gespräche hierzu wurden bereits geführt. Die Bekanntgabe erfolgt zeitnah. Zur Info: Marcel ist unser Bindeglied zum Vorstand und alle Parteien tauschen sich über Projekte oder Vorhaben jederzeit aus. Danke an dieser Stelle an unsere Sponsoren und Club-100-Gönner! Wir hoffen, euch nach der Coronapause zu unserer Infoveranstaltung im Sporthaus gesund und munter begrüßen zu dürfen.

Wir haben viele der Interviewten immer wieder gefragt, ob es Momente im Zusammenhang mit dem Verein gibt, an die sie sich gerne erinnern. Da werden natürlich oft Meisterschaftsfeiern, Endspiele, Weihnachtsfeiern und Sportwochen genannt. Bei dir erhoffen wir uns eigentlich die eine oder andere lustige Geschichte. Gibt es da welche?

😄 Da gibt es so einiges zu erzählen, meine Karriere ist ja nun auch schon ein paar Jährchen lang. Das Problem ist, dass ich bestimmt auf den Sack bekomme, wenn ich aus dem Nähkästchen plaudere. Ich sag mal so: Was in der Kabine passiert, bleibt in der Kabine und ich habe mit legendären Feierbiestern wie z.B. Tino Knauer zusammengespielt. Dennoch ist mir eine Sache aus der näheren Vergangenheit recht gut in Erinnerung geblieben und das muss auch nicht zensiert werden. 😄 Es war bei einem Ü32-Auswärtspiel... wir haben unseren kläglichen Punktgewinn (mit einem Spieler weniger wegen einer roten Karte und drückender Überlegenheit) gebührend "gefeiert". Es gab Fassbier und die Meter liefen... in unserer Kabine. Irgendwann war von der Heimmannschaft kaum noch jemand da und die ein, zwei verbliebenen Gegner meinten, nachdem wir erneut an der Theke bestellten: "Ihr seid ja immer noch da!" Die wollten da auch langsam Feierabend machen... wir also den Meter bestellt - bis auf Maggi. Der wollte unbedingt Weizen trinken. Egal, ein Weizen bestellt. Der Abend setzte sich fort und wir wurden langsam zum Gehen animiert. Das sollte es aber nicht gewesen sein... es stand Tankstellen-Hopping auf dem Programm!
"Tankstellen was?" - "Tankstellen-Hopping!" propagierte unser Bierkapitän Maggi. "Seid ihr doof? Kennt ihr das nicht? Autos beladen. Einer vorweg, die Anderen hinterher und jede Tankstelle auf dem Rückweg wird angefahren... egal auf welcher Straßenseite! Auf geht‘s Jungs!"... natürlich musste jeder auf den Tankstellen auch einen halben Liter Bier trinken, sonst macht das ja alles keinen Sinn. 😄 Somit starteten wir unser Unternehmen. Ich kann euch jetzt schon sagen, dass es ein sehr langer Rückweg mit einigen Stopps wurde. Nach zwei Tankstellen und einem Liter Bier in ca. 5-10 min, kamen wir zur dritten Tankstelle und alle strömten motiviert und voller Tatendrang in das Gebäude des Sprits - außer dem Bierkapitän! 😄 ...er flüsterte Putzer ins Ohr: "Ich mag kein Pils mehr, ich hole mir ein Weizen. Magste auch eins?" Putzer meinte nur, dass er kein Weizen aus der Flasche mag. Also kaufte sich Maggi zum Ekel aller ein Weizenbier, marschierte unter den Augen der Truppe ans Auto und holte sich ein Weizenglas aus der Sporttasche, in der er das kühle Nass genüsslich einschenkte. Da hat einer vorausgeplant, wenn ihr euch an den Anfang der Geschichte erinnert. 😂 An der letzten Tankstelle gab es dann für die meisten Mitgereisten Schnaps, weil niemand mehr Bier trinken mochte. War wie immer ein schöner Abend und viel Spaß mit meinen Jungs.

Da kann man ja nur hoffen, dass es nicht unbedingt die weiteste Auswärtsfahrt der Saison war! 😅 Benni, vielen Dank fürs Mitmachen und für ein Interview, das doch mal ganz anders war!

Danke auch und ein großes Lob an die Social Media Abteilung, ihr macht einen herausragenden Job!

☺️ Da freuen wir uns aber.

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